Ein Ausflug nach Sa Dragonera führt zu einer fast unbewohnten Naturschutzinsel vor der Westküste bei Sant Elm, getrennt durch den 780 m breiten Canal des Freu. Der höchste Punkt, Na Pòpia, liegt bei 353 m und trägt einen alten Wachturm. Die Überfahrt startet in Sant Elm, auf der Insel gibt es keine Verpflegung.
Was ist Sa Dragonera?
Sa Dragonera ist eine fast unbewohnte Naturschutzinsel vor der Westküste Mallorcas, direkt bei Sant Elm. Der Canal des Freu trennt sie vom Festland, an der schmalsten Stelle ist er 780 m breit. Das ist kurz genug für eine Bootsfahrt und lang genug, um die Insel als eigene Welt zu erleben.
Der Name geht auf die Form der Insel zurück, die von der richtigen Seite an einen Drachen erinnert. Es leben kaum Menschen dort, Gebäude gibt es fast keine. Die Ruhe ist der Hauptgrund für einen Besuch.
Als Schutzgebiet gelten für Besucher eigene Regeln. Die Landschaft ist karg, weil Böden und Wassermangel keine Landwirtschaft zulassen. Gerade diese Kargheit macht den Reiz aus. Vom Boot aus bekommst du einen Eindruck von Größe und Form, die vom Festland nicht zu erkennen sind.
Auf Deutsch heißt Sa Dragonera Dracheninsel.
Wie kommt man nach Sa Dragonera?
Ein kleines Boot bringt dich vom Hafen Sant Elm über den Canal des Freu. Die Überfahrt dauert nicht lang, ist aber schon der Auftakt des Ausflugs. Setz dich nach vorn, dort ist der Blick auf die Küste am freiesten.
Die Fahrpläne sind saisonal und können sich ändern. Im Winter kann der Betrieb eingeschränkt sein, plane die Rückfahrt also passend zu den aktuellen Zeiten.
Für die Überfahrt zahlst du eine Fahrkarte. Das Boot legt in Sant Elm ab, komm rechtzeitig, damit du den Einstieg nicht verpasst.
Welche Wanderungen kann man auf Sa Dragonera machen?
Vom Hafen führen Wege zu den Leuchttürmen und zum alten Leuchtturm auf dem Na Pòpia, dem höchsten Punkt der Insel mit 353 m. Du kannst eine geführte Wanderung buchen oder den Weg auf eigene Faust gehen. Der Weg zu den Leuchttürmen bringt immer wieder neue Ausblicke aufs Meer. Zum Na Pòpia rechnest du mit einer spürbaren Steigung.
Eine Rangerstation am Hafen gibt Auskunft zu den Wegen, und Führungen starten dort. Die Dauer hängt von der Strecke und deinem Tempo ab. Zum Na Pòpia planst du mehr Zeit ein.
Bleib auf den Wegen, das Gelände ist empfindlich. Jeder Schritt neben dem Weg kann Pflanzen und Tiere stören. Wer den Tag langsam angeht, hat mehr davon als jemand, der die Insel im Eilschritt abläuft.
Was muss man für den Ausflug zu Sa Dragonera mitnehmen?
Da es auf der Insel keine Verpflegung gibt, bring ausreichend Wasser, Proviant, Sonnenschutz und feste Schuhe mit. Die Wege sind teils steinig, Sandalen sind deshalb ungeeignet. Bei Wind hilft eine leichte Jacke.
Schatten gibt es kaum, deshalb ist ein Hut oder eine Kappe sinnvoll. Plane eine Pause im Freien ein. Nimm deinen Müll wieder mit, denn die Insel bleibt nur dann sauber, wenn alle mitdenken.
Ein Rucksack hält dir beide Hände frei. Auch bei einem halben Tag brauchst du ausreichend Wasser. Ein Fernglas hilft, Details auf den Felsen zu erkennen. Plane genug Zeit für die Rückfahrt ein, damit du nicht unter Zeitdruck gerätst.
Was macht Sa Dragonera landschaftlich besonders?
Besonders sind die mehrere hundert Meter hohen Steilfelsen an der Nordwestseite und die karge, unberührte Natur. Die Klippen fallen steil ins Meer ab. Auf den Felsen entdeckst du kleine Tiere, die sich in der Sonne aufwärmen.
Früher wurden an den Steilfelsen Flechten gesammelt, die zum Färben genutzt wurden. Heute dient die Insel dem Naturschutz. Die fehlende Landwirtschaft hängt mit den felsigen Böden und dem Wassermangel zusammen.
Die Insel zeigt, wie ein Stück Mallorca aussieht, wenn niemand es bebaut. Das macht den Besuch zu einem Kontrast zu den belebten Orten der Insel.
Häufige Fragen
Wie kommt man nach Sa Dragonera?
Mit einem Boot ab dem Hafen von Sant Elm, das den Canal des Freu überquert.
Was muss man zur Insel mitnehmen?
Wasser, Proviant, Sonnenschutz und feste Schuhe, denn auf der Insel gibt es keine Verpflegung.
Kann man auf der Insel wandern?
Ja, vom Hafen führen Wege zu den Leuchttürmen und zum alten Wachturm auf dem Na Pòpia. Geführt oder auf eigene Faust sind beide Varianten möglich.



