Tiere auf Mallorca: Du siehst oft Ziegen in der Tramuntana, Schafe, Esel und Pferde auf den Weiden und viele Vogelarten. Im Sommer ist die Landschaft trocken und karg, nach den Herbstregen wird sie innerhalb weniger Wochen grün. Das wichtigste Vogelgebiet ist das Feuchtgebiet s'Albufera im Nordosten.
Welche Tiere sieht man auf Mallorca am häufigsten?
Am häufigsten siehst du Ziegen, Schafe, Esel und Pferde sowie zahlreiche Vogelarten. Die ersten vier sind Nutztiere, die Vögel gehören zu den Wildtieren der Insel.
Die Nutztiere grasen auf Weiden im Inselinneren und in den Bergen. Wildtiere sind meist scheuer, und wer leise unterwegs ist, hat die besten Chancen, sie zu entdecken.
Auf Wanderwegen und Landstraßen triffst du oft auf frei laufende Tiere. Fahr auf Nebenstraßen vorsichtig und bleib auf Abstand.
Früh am Morgen oder am späten Nachmittag sind Tiere am aktivsten, und die Temperaturen sind angenehm. Respekt ist wichtig: Füttere keine Wildtiere und halte Abstand zu Weidetieren, besonders zu Pferden und Eseln, die schnell erschrecken.
Wer Vögel, Eidechsen oder Insekten sehen will, achtet auch auf kleinere Lebewesen. Trockenmauern und Felsen sind Lebensräume für Reptilien, die sich in der Sonne aufwärmen.
Warum gibt es so viele Ziegen in der Tramuntana?
Die Ziegen der Tramuntana stammen überwiegend von verwilderten Hausziegen ab, die entlaufen oder freigelassen wurden. Sie haben kaum natürliche Feinde und vermehren sich deshalb stark.
Die genaue Zahl kennt niemand sicher. Schätzungen liegen hoch.
Die Tiere reißen Pflanzen mit den Wurzeln aus, deshalb werden junge Pflanzen teils mit Drahtgittern geschützt.
Die Ziegen zeigen, wie eng Landwirtschaft und Wildnis auf der Insel verbunden sind. Ihre Präsenz verändert die Vegetation, und darüber wird im Naturschutz diskutiert. Siehst du Ziegen auf der Straße, fahr langsam und halte Abstand, denn Tiere auf Wegen reagieren unvorhersehbar.
Auf Aussichtspunkten siehst du mit etwas Glück Ziegenherden in der Nähe. Bleib dabei auf den Wegen und lass die Tiere in Ruhe, auch wenn sie nah herankommen.
Wo beobachtet man Vögel auf Mallorca?
Das Feuchtgebiet s’Albufera im Nordosten ist das wichtigste Vogelbeobachtungsgebiet der Insel. Dort lassen sich viele Arten aus nächster Nähe beobachten.
Im Frühjahr und Herbst ziehen Zugvögel durch, und im Schilf entdeckst du viele Arten. Mit einem Fernglas hast du die besten Chancen, vor allem früh am Morgen.
Mehr zum Gebiet und seinen Wegen findest du im Naturpark s’Albufera. Auch die Region rund um die Tramuntana bietet Greifvögel, die man beim Wandern sehen kann.
Ein Fernglas mit guter Lichtstärke lohnt sich, weil viele Arten im Schilf schnell wieder verschwinden. Ein Notizbuch oder eine Bestimmungs-App hilft beim Erkennen. Wer leise geht und sich langsam bewegt, sieht meist mehr Vögel als jemand, der laut über die Wege läuft.
Früh am Morgen sind Vögel meist am aktivsten, besonders im Frühjahr. Wer die Dämmerung nutzt, hat die besten Chancen auf seltenere Arten, ohne viele Menschen um sich.
Auch in Gärten und an Wasserstellen siehst du Vögel, besonders im Frühjahr, wenn sie auf Nahrungssuche sind.
Welche Pflanzen prägen die Landschaft?
Oliven-, Mandel-, Johannisbrot- und Orangenbäume, Kiefern und verwilderte Kakteen prägen die Landschaft. Jede dieser Pflanzen gehört zur typischen Vegetation der Insel.
Die Mandelbäume blühen im Februar und sind dann ein Ausflugsgrund. Mehr dazu findest du auf der Seite zur Mandelblüte.
Laut unseren Quellen wächst an der Zypressenallee zur Ermita de Betlem ein verwilderter Kakteengarten.
Die Mandelbäume sind im Frühjahr ein besonderer Anblick, wenn sie weiß bis rosa blühen. Oliven- und Johannisbrotbäume wirken dagegen dauerhaft und prägen die Hänge auch im Sommer. Wer Pflanzen fotografiert, bleibt auf den Wegen, weil Trockenmauern und Böschungen empfindlich sind.
Wer Kakteen oder andere wild wachsende Pflanzen entdeckt, lässt sie an ihrem Platz. Das Mitnehmen verändert die Bestände und stört das Gleichgewicht der Standorte.
Flora und Fauna auf Mallorca prägen die Landschaft, von den Pflanzen bis zu den Vögeln.
Wie verändert sich die Natur im Jahresverlauf?
Im Sommer ist die Landschaft trocken und karg, nach den Herbstregen wird sie innerhalb weniger Wochen grün. Dieser Wechsel ist der auffälligste Jahreszeitenunterschied auf der Insel.
Im Frühling wächst sattes Gras, und die Weiden sind dann besonders grün. Kommst du Ende Oktober, siehst du dagegen oft noch karge Hügel, und die Schafe werden teils mit Stroh zugefüttert.
Das Wetter prägt die Landschaft stark, und die richtige Jahreszeit macht einen Ausflug deshalb besonders schön.
Für Wanderer sind die Eindrücke im Frühjahr am schönsten, wenn die Wiesen grün sind und die Blüten stehen. Im Sommer können Bäche und Quellen ausgetrocknet sein, nimm für Wanderungen also immer genug Wasser mit.
Im Winter siehst du die Landschaft in einem ruhigeren Zustand. Die Kontraste sind weniger kräftig, dafür gibt es Ruhe auf den Wegen und oft klare Sicht.
Im Frühling blühen viele Kräuter entlang der Wege, dann lohnt es sich, langsamer zu gehen. Auch im Herbst bieten Wege durch Pinienwälder angenehme Ruhe.
Welche kuriosen Landschaftsmarken fallen auf?
Auffällig sind der Osborne-Stier an der Ma-15 und ein Flug-Funkfeuer auf der Halbinsel Formentor. Beide sind bei Ausflüglern bekannt und werden oft fotografiert.
Der Stier wurde in der Vergangenheit immer wieder neu bemalt.
Das Funkfeuer nahe der Talaia d’Albercuix ist ein technischer Wegpunkt für Piloten. Von dort hast du einen weiten Blick über die Küste.
Solche Marken sind Teil der Landschaft und ziehen Besucher an, die einen Fotostopp einplanen. Parke sicher an der Straße und halte beim Aussteigen Abstand zum Verkehr. Mehr zur Gegend rund um die Talaia d’Albercuix findest du auf der verlinkten Seite.
Plane ein paar Minuten für den Stopp ein, damit du nicht unter Zeitdruck fotografierst. Bleib bei den Stätten auf dem Weg oder dem Parkplatz, so störst du weder die Umgebung noch die Menschen, die dort arbeiten oder wohnen.
Häufige Fragen
Warum laufen in der Tramuntana so viele Ziegen herum?
Viele stammen von verwilderten Hausziegen ab und haben kaum natürliche Feinde. Die genaue Zahl ist unbekannt, Schätzungen sind hoch.
Wo sieht man die meisten Vögel?
Im Feuchtgebiet s'Albufera im Nordosten, besonders im Frühjahr und Herbst, wenn Zugvögel durchziehen.
Wann ist Mallorca am grünsten?
Im Frühling, nachdem der Herbst Regen gebracht hat. Im Sommer ist die Landschaft trocken und karg.



