Naturbelassene Cala Mitjana im Nordosten Mallorcas mit Kiefern am Vormittag
KI-generiertes Symbolbild

Nachhaltig reisen auf Mallorca: Tipps für den Kurztrip

Nachhaltig reisen auf Mallorca heißt: Mit einem Kurztrip belastest du die Insel weniger, wenn du in der Nebensaison reist, Busse statt Mietwagen nutzt und sparsam mit Wasser umgehst. Die großen Themen sind Wasserknappheit, Bebauung an der Küste und Verkehr. Die Touristensteuer Ecotasa fließt in Umweltprojekte.

Wie stark belastet der Tourismus Mallorca?

Der Tourismus belastet Mallorca vor allem beim Wasserverbrauch, bei der Bebauung und beim Verkehr. Dort liegen die größten Stellschrauben für eine nachhaltigere Reise.

Im Sommer steigt der Wasserverbrauch deutlich, dabei lebt die Insel vor allem von Regen und Grundwasser. Auch die Zahl der Autos in der Hochsaison beschäftigt die Inselbewohner.

Über den Massentourismus wird auf der Insel offen diskutiert. Mit deiner Wahl kannst du dazu beitragen, dass die Last nicht allein bei den Einheimischen liegt.

Im Sommer merkst du die Belastung oft zuerst im Verkehr, an den Stränden und beim Wasser. Gleichzeitig hängen viele Familien direkt vom Tourismus ab. Nachhaltig reisen heißt deshalb nicht, Mallorca zu meiden, sondern bewusst zu reisen.

Nachhaltigkeit beginnt oft bei der Wahl des Zeitraums. Außerhalb der Hochsaison triffst du auf weniger Betrieb und hast an den Stränden meist mehr Ruhe.

Bei der Unterkunft lohnt ein Blick auf Hinweise zu Abfallvermeidung oder Energie. Sie verraten nicht alles, sind aber ein guter Anhaltspunkt.

Overtourism auf Mallorca beschreibt die Belastung der Insel durch den Tourismus.

Was ist die Ecotasa und wofür wird sie verwendet?

Die Ecotasa ist eine Touristensteuer pro Nacht, deren Einnahmen in Umwelt- und Infrastrukturprojekte fließen sollen. Sie soll helfen, die Folgen des Tourismus besser aufzufangen.

Die Höhe und die Verwendung ändern sich. Den aktuellen Betrag prüfst du deshalb vor deiner Reise, bei den zuständigen Behörden oder bei der Unterkunft.

Ob die Steuer ausreicht, ist umstritten. Sie zeigt aber, wie Gäste direkt zur Finanzierung von Umweltschutz beitragen. Sie soll außerdem Teil der Frage sein, wie viele Besucher die Insel verträgt, und genau darüber wird auf Mallorca intensiv diskutiert.

Wie die Steuer bei deiner Buchung abgerechnet wird, erfragst du am besten bei der Unterkunft. Wer sie in die Reisekosten einplant, vermeidet Überraschungen an der Rezeption.

Ecotasa, auf Deutsch oft Ökotasse genannt, ist die Touristensteuer, die in Umweltprojekte fließt.

Welche Spuren hat die Bauentwicklung an der Küste hinterlassen?

Unvollendete Bauprojekte und Feriensiedlungen haben an manchen Küsten sichtbare Spuren hinterlassen. Ein Beispiel ist die Küste im Nordosten.

An der Cala Mitjana und der Cala Estreta wurde für ein Hotelprojekt eine überdimensionierte Straße in den Fels gesprengt. Das Vorhaben scheiterte am Wassermangel, heute führt dort eine Straße ohne Hotels. Die Bucht zeigt, wie knapp das Wasser auf der Insel sein kann.

Auch Feriensiedlungen wie Cala Romàntica haben große Eingriffe in die Landschaft hinterlassen. An den Calas de Mallorca nagt zudem die Brandung am Fels unter der Promenade, was ein Problem für die Küste ist. Mehr zur Bucht findest du auf der Seite zur Cala Mitjana.

Wer die Küste zu Fuß erkundet, sieht die Veränderungen oft direkt an Wegen, Mauern und Straßen, die in den Fels geschnitten wurden. Jeder Eingriff hat Folgen, die oft erst Jahre später sichtbar werden. Bauprojekte an der Küste sind deshalb eine langfristige Entscheidung.

Woher bezieht Mallorca seinen Strom?

Mallorca hat kein Atomkraftwerk. Der Strom kommt aus Kraftwerken auf der Insel und aus Solaranlagen.

Die spanischen Reaktoren stehen auf dem Festland, nicht auf den Balearen. Die Gasbehälter oberhalb von Port d’Alcúdia sind keine Atomreaktoren, auch wenn sie manchmal damit verwechselt werden.

Der Anteil erneuerbarer Energie ändert sich laufend. Aktuelle Zahlen findest du beim Energieversorger oder bei den Behörden.

Beim Strom betrifft dich vor allem der Verbrauch im Hotelzimmer. Wer Klimaanlage und Licht bewusst nutzt, senkt den eigenen Anteil. Im Hotelzimmer hilft es, die Klimaanlage nur bei geschlossenem Fenster laufen zu lassen. Das senkt den Verbrauch spürbar und geht ohne Verzicht.

Warum ist Wasser auf Mallorca knapp?

Wasser ist knapp, weil die Insel vor allem von Regen und Grundwasser abhängt und der Verbrauch im Sommer stark steigt. Trockene Jahre verschärfen das Problem spürbar.

Viele Besucher sowie Pools, Gärten und Bewässerung in Küstenorten erhöhen den Bedarf zusätzlich. Schon früher hat Wassermangel ein Bauprojekt an der Cala Mitjana gestoppt.

Entsalzungsanlagen werden diskutiert, sind aber mit Energieaufwand verbunden. Als Gast setzt du am besten beim eigenen Verbrauch an.

Kurze Duschen sind ein einfacher Beitrag, denn Wasser ist auf der Insel nicht überall unbegrenzt verfügbar. Lass beim Zähneputzen den Hahn zu und wechsle Handtücher nur bei Bedarf. Ob eine Unterkunft in Trockenzeiten bewässert, erfährst du am besten dort. Pools in Ferienhäusern verbrauchen viel Wasser, wähle deshalb am besten Unterkünfte, die ihr Wassermanagement nachvollziehbar beschreiben.

Die Wasserknappheit auf Mallorca ist ein großes Thema, deshalb lohnt sparsamer Umgang im Urlaub.

Wie kann man nachhaltig reisen auf Mallorca konkret?

Am meisten bewirkst du mit einer Reise in der Nebensaison, mit Bus oder Zug statt Mietwagen und mit sparsamem Wasserverbrauch. Diese drei Entscheidungen wirken am stärksten.

Eine kurze Checkliste hilft im Urlaub: Duschzeit begrenzen, Handtücher nicht täglich wechseln und Plastikflaschen vermeiden. Nimm unterwegs eine eigene Trinkflasche mit.

Schone die Posidonia-Wiesen, indem du nicht ankerst und beim Schnorcheln Abstand hältst. Kaufe lokal ein, zum Beispiel auf Märkten, und frag vor der Buchung nach, welche Wasser- und Energiesparmaßnahmen eine Unterkunft umsetzt. Eine Übersicht findest du unter nachhaltige Hotels, und wie du ohne Auto auskommst, steht unter Mallorca ohne Mietwagen.

Wer Zeit im Ort verbringt, unterstützt die lokale Wirtschaft meist stärker als jemand, der nur für einen Ausflug vorbeikommt. Plane deine Route so, dass du weniger Strecke mit dem Auto fährst, etwa indem du dich in einem Ort einquartierst und Ausflüge zu Fuß oder mit dem Bus machst.

Beim Einkaufen lässt sich viel bewirken: Obst und Gemüse der Saison kaufen und unnötige Verpackungen meiden. Auf dem Markt ist das leicht, weil dort oft wenig verpackt wird.

Mit dem Mietwagen nimmst du bei mehreren Personen am besten Fahrgemeinschaften und planst Strecken ohne Umwege. Bei kurzen Aufenthalten wählst du am besten Ziele in der Nähe, die du zu Fuß oder mit dem Bus erreichst. So sparst du Zeit und Emissionen zugleich.

Häufige Fragen

Was ist die Ecotasa?

Die Ecotasa ist eine Touristensteuer pro Nacht, deren Einnahmen in Umwelt- und Infrastrukturprojekte fließen sollen.

Wie reist man auf Mallorca umweltfreundlicher?

Mit einer Reise in der Nebensaison, Bus statt Mietwagen und sparsamem Wasserverbrauch. Lokale Produkte einzukaufen hilft ebenfalls.

Gibt es auf Mallorca ein Atomkraftwerk?

Nein, auf der Insel gibt es kein Atomkraftwerk. Die spanischen Reaktoren stehen auf dem Festland.