Festungsmauer und Wallfahrtskirche Sant Salvador über den Dächern von Artà
KI-generiertes Symbolbild

Artà: Sehenswürdigkeiten der Altstadt, Festung Sant Salvador und Talayot-Siedlung

Artà hat viele Sehenswürdigkeiten: Die Gemeindehauptstadt im Nordosten Mallorcas liegt nahe Cala Ratjada. Auf dem Stadthügel steht die Festungsmauer mit der Wallfahrtskirche Sant Salvador, erreichbar über rund 180 Stufen. Dazu kommen die talayotische Siedlung Ses Païsses am Stadtrand und die Flechtarbeiten aus Zwergpalmen.

Wo liegt Artà?

Artà liegt im Nordosten Mallorcas am Fuß der Serres de Llevant, rund zehn Kilometer westlich von Cala Ratjada. Der Ort ist Hauptort der Gemeinde und gehört zur Region Llevant.

Du erreichst ihn über die Ma-15 via Manacor. In der Umgebung liegen Canyamel, Capdepera und Colònia de Sant Pere, und die Orte lassen sich gut zusammen planen.

Artà lässt sich zu Fuß erkunden. Die Altstadt liegt am Hügel, die Gassen sind eng und steigen an, also brauchst du bequeme Schuhe. Der Ort ist klein, hat aber viel Geschichte. Er wird 1232 als Yartân erwähnt, und der Name geht vermutlich auf das arabische Wort für Garten zurück.

Was ist das Santuari de Sant Salvador in Artà?

Das Santuari de Sant Salvador ist eine Wallfahrtskirche innerhalb der mittelalterlichen Festungsmauer auf dem Stadthügel von Artà. Die Anlage heißt Almudaina und hat eine erhaltene Ringmauer mit Türmen.

Der Aufgang führt über rund 180 Stufen, gesäumt von Zypressen. Oben wartet ein Rundblick bis zur Küste. Der Name ist nicht zu verwechseln mit dem Sant Salvador bei Felanitx.

Die Festungsmauer umgibt den Hügel. Mit dem Hauptturm Sant Miquel und neun weiteren Türmen prägt sie die Silhouette, und die Wallfahrtskirche steht innerhalb der Mauer. Kirche, Festung und Stadtbild siehst du also auf einen Blick.

Den Aufstieg solltest du nicht auslassen. Oben siehst du die Dächer der Stadt und die Ebene bis zur Küste, und wer nur die Altstadt besichtigt, verpasst den besten Blick. Am späten Nachmittag lohnt eine Pause auf der Terrasse, wenn das Licht über den Mandelplantagen liegt.

Welche Sehenswürdigkeiten hat Artà in der Altstadt?

Die Altstadt hat enge, steile Gassen, die spätgotische Pfarrkirche und mehrere historische Gebäude. Die Pfarrkirche Transfiguració del Senyor stammt von 1573, ihre Vorgängerkirche wurde 1248 erwähnt.

Außerdem siehst du das Kloster Sant Antoni de Pàdua im Zentrum und das Herrenhaus Na Batlessa aus dem Jahr 1898, das seit 1984 der Gemeinde gehört. Der zentrale Platz ist die Plaça del Conqueridor, hier finden Wochenmarkt und Feste statt. Das Regionalmuseum zeigt Naturgeschichte, Ethnologie und Archäologie.

Die Häuser schmiegen sich an den Hügel, und zwischen den kleinen Plätzen findest du Ecken zum Verweilen. Die Prämonstratenser gründeten im 13. Jahrhundert ein Priorat etwa drei Kilometer südwestlich der Stadt.

Die Gassen winden sich nach oben. Die Häuser sind schlicht, die Details erschließen sich erst beim zweiten Hinsehen. Am besten gehst du ohne festen Plan durch.

Was ist Ses Païsses bei Artà?

Ses Païsses ist eine talayotische Siedlung aus der Zeit um 1300 v. Chr. am Stadtrand von Artà. Die Anlage zeigt, wie Steinbauten aus der talayotischen Zeit aussahen. Öffnungszeiten und Eintritt solltest du vor dem Besuch prüfen.

In der Nähe liegen weitere Stätten, etwa die talayotische Siedlung Sa Canova und der Dolmen s’Aigua Dolça, der um 1700 v. Chr. datiert wird. Sie zeigen, dass die Gegend seit Jahrtausenden besiedelt ist, und lassen sich gut mit der Altstadt verbinden.

Wofür ist Artà bekannt?

Artà ist für Flechtarbeiten aus den Blättern der Zwergpalme bekannt. Daraus entstehen Körbe und Taschen, die du in den Läden des Ortes findest.

Die Zwergpalmen wachsen rund um den Ort, und das Handwerk hat hier eine lange Tradition. Am Markt auf der Plaça del Conqueridor kannst du Körbe direkt kaufen. Die Stände zeigen unterschiedliche Muster und die Sorgfalt, mit der die Blätter verarbeitet werden. Wenn die Handwerker gerade arbeiten, lohnt ein Gespräch.

Wie lange sollte man für Artà einplanen?

Für Altstadt, Festung und Ses Païsses reicht ein halber Tag. Wer die Gassen in Ruhe anschauen will, nimmt sich mehr Zeit. Für Aufstieg, Festung und einen Gang durch die Altstadt ist der halbe Tag genug, für Ses Païsses rechnest du etwas mehr ein. Eine Pause im Café am Platz passt auch noch rein.

Parken geht am Ortsrand am einfachsten, weil die Altstadt eng ist. Du kannst Artà gut mit Coves d’Artà, Canyamel oder der Ermita de Betlem kombinieren. Für die Treppen brauchst du festes Schuhwerk.

Wer länger bleibt, fährt in die Umgebung, etwa zu den Stränden der Ostküste oder zu den Wanderwegen der Halbinsel.

Kann man in Artà übernachten?

Ja. Artà hat mehrere kleine Stadt- und Fincahotels und ist eine ruhige Basis im Nordosten. Als Ausgangspunkt für Wanderungen auf der Halbinsel Llevant liegt der Ort gut.

Die Strände liegen ein Stück entfernt, mit dem Auto bist du schnell dort. Eine Übersicht zu Unterkünften im Nordosten findest du unter Hotels im Norden und Nordosten. Die Küstenorte erreichst du mit dem Auto in überschaubarer Zeit.

Häufige Fragen

Wie viele Stufen musst du zur Wallfahrtskirche steigen?

Der Aufgang über die Kalvarientreppe hat rund 180 Stufen, gesäumt von Zypressen. Festes Schuhwerk hilft dabei.

Wofür ist Artà bekannt?

Der Ort ist bekannt für Flechtarbeiten aus den Blättern der Zwergpalme, also Körbe und Taschen. Die Zwergpalmen wachsen rund um den Ort.

Wie viel Zeit solltest du für Artà einplanen?

Für Altstadt, Festung und Ses Païsses reicht ein halber Tag. Wer noch an die Küste will, plant einen ganzen Tag.

Übernachten in Artà